Barbara beginnt den Reigen mit einem sehr lesenswerten Aufsatz zu Kunst und Wissenschaft vor Ort. Die Verortung historischer Bausubstanz und Artefakten vor Ort, ihre unmittelbare Erlebbarkeit im Kontext des geschichtlichen Umfeldes sei eine nicht ersetzbare Qualität, die diese von der entkontextualisierten Präsentation in Ausstellungen und Museen unterscheide. Gerade Kirchen seien prägnante Zeugnisse der Ortsgeschichte. Zwar sei das Einschreiben der vielen Orte in die Forschungsdiskurse der internationalen Kunstgeschichtsschreibung erforderlich, das Wissen gehören jedoch nicht nur in die akademische Welt, sondern müssen auch vor Ort vermittelt werden. Stichwort: „Bringschuld der Wissenschaft“.